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Implenia Human ResourcesCrap sin Crap

Im Bündnerland sanierten Implenia-Lernende grosse Teile der längsten Trockensteinmauern im Alpenraum. Eine besondere Erfahrung im Rahmen ihrer Sozialprojektwoche.

«Crap sin Crap» ist Rätoromanisch und heisst «Stein auf Stein». Und genau so ergänzten Lernende der Implenia im Juli 2018 Teile einer traditionellen Trockenmauer auf der Alp Nagens. Das Prinzip klingt zwar einfach, die Arbeit aber ist schweisstreibend – besonders in der Bergsonne auf rund 2000 Metern über Meer. Es braucht ein gutes Auge sowie viel Kraft und Geduld, bis jeder Felsbrochen exakt und stabil an der richtigen Stelle liegt. 

Das imposante Bauwerk oberhalb von Laax erstreckt sich über eine Länge von 1,2 Kilometer. Damit zählt es zu den längsten Trockenmauern im Alpenraum. Doch die vergangenen Jahrzehnte hatten dem kulturhistorischen Erbe aus dem 19. Jahrhundert arg zugesetzt: Wind und Wetter schlugen zahlreiche Breschen hinein. 

Zum Reparatureinsatz kamen die 40 Lernenden im Rahmen ihrer Sozialprojektwoche. Eine solche organisiert Implenia für alle Auszubildenden nach dem zweiten Lehrjahr. Damit ermöglicht das Unternehmen seinem Nachwuchs besondere Erfahrungen im Rahmen eines gemeinnützigen Vorhabens. Die Berggemeinde war um diese ehrenamtliche Unterstützung hätte des lädierten Mauerwerk sehr dankbar. 

Nach einer Einführung in das traditionelle Handwerk packten die Lernenden aus allen Landesteilen begeistert an: Sie sammelten passende Steine, besserten die zerfallenen Stellen aus und bauten einzelne Abschnitte von Grund auf neu. So erhielten sie nicht nur einen Einblick in alte Baukunst, sondern erlebten auch, wie man gemeinsam und über Sprachbarrieren hinweg erfolgreich zusammenarbeitet. Schliesslich sah die Mauer weitgehend wieder so aus, wie sie unsere Vorfahren vor 140 Jahren errichtet hatten.

Trockenmauern finden sich auf beinahe jeder Alp in der Schweiz. Sie bilden einen Teil der Alpenkultur und prägen das Landschaftsbild. Grundmaterial sind die Steine, die auf den Bergwiesen herumliegen. Mit ihrem Bau liess sich das Weideland langfristig verbessern und gleichzeitig eine sichere Umzäunung für das Vieh schaffen. Die strukturreichen Mauern bieten zudem einen wertvollen natürlichen Lebensraum, beispielsweise für Insekten und Eidechsen. Sie erfüllen damit seit jeher Kriterien, die man heute als nachhaltig bezeichnet.

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