Schonender Umgang mit
der Umwelt

Implenia Norwegen, Projekt K11Wettbewerb weckt die Sammelleidenschaft

Auf der Baustelle einer neuen Küstenautobahn in Norwegen liess sich Implenia etwas Besonderes einfallen, um die Sortierung der Wertstoffe zu verbessern. Nun landen fast alle Bauabfälle im richtigen Behälter.

Wertstoffe getrennt zu sammeln gehört heute zum selbstverständlichen Umgang mit Abfällen – auch auf Baustellen der Implenia. In jedem Projekt stehen dafür geeignete Behälter bereit. Doch im hektischen Alltag kommt es vor, dass Theorie und Praxis auseinanderdriften. So geschehen beim Projekt K11, wo der Sortiergrad Anfang 2019 noch bei etwa 90 Prozent lag. Oft landeten gebrauchte Materialien im falschen Behälter. 

K11 ist kein Berg, sondern Implenias derzeit grösstes Vorhaben bei der Stadt Bergen in Norwegen. Seit 2015 baut das Unternehmen an einer neuen Küstenautobahn. Bis Ende 2021 entstehen dort unter anderem drei Tunnels mit einer Gesamtlänge von sieben Kilometern sowie verschiedene Strassenabschnitte. Darüber hinaus drei Holzbrücken, fünf Portale und technische Gebäude.

Um die unbefriedigende Sammelquote zu verbessern, liessen sich die Umweltverantwortlichen einiges einfallen. Sie begannen damit, Abfallbehälter öfter zu überprüfen. Alle Probleme, die sie dabei feststellten, brachten sie in den Morgenbesprechungen mit den Arbeitern zur Sprache. 

Um an den Sammelstellen mehr Klarheit zu schaffen, stellten die Verantwortlichen ausserdem Informationsplakate auf. Darüber hinaus organisierten sie Kurse für alle Mitarbeitenden auf der Baustelle. Darin wird nicht nur vermittelt, wie man Wertstoffe am besten sortiert, sondern auch, was damit anschliessend geschieht. 

Die erfolgreichste Massnahme war indes der Start eines inoffiziellen Wettbewerbs. Das grosse Bauvorhaben in Norwegen umfasst drei Teilbereiche. Jeden Monat erstellen die Umweltverantwortlichen einen Abfallsortierungsbericht, der das Ergebnis für jeden Unterstandort getrennt dokumentiert und aufzeigt, wo noch Spielraum für weitere Verbesserungen besteht. 

Mit einem Mal waren sämtliche Beteiligte viel aufmerksamer in Abfallbelangen, denn am Monatsende wollte keiner das Schlusslicht der Rangliste sein. Auf allen Ebenen begannen die Mitarbeitenden, sich für gute Abfallsortierwerte ihres Standorts einzusetzen.

Dank all diesen Massnahmen gelang es Implenia, die Sammelquote in ihrem Projekt deutlich zu steigern. Im Januar 2020, genau ein Jahr nach dem Start der zusätzlichen Bemühungen, übertrafen die Mitarbeitenden von K11 sich selber und sortierten sogar 98,8 Prozent des Bauabfalls korrekt. Besser können Theorie und Praxis fast nicht übereinstimmen.

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