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Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

Bei der Realisierung von Bauprojekten verfolgt ­Implenia das Ziel, nachhaltige Lösungen umzusetzen. Grosse Hebel bestehen in der Entwicklung eigener Immobilienprojekte. Darüber hinaus verlangt ­Implenia auch von ihren Lieferanten und Planern nachhaltiges Handeln und setzt sich aktiv für zukunftsfähige Baustandards ein.

Erreichtes im 2016 und 2017


Anzahl ausgeführter Grossprojekte im Hochbau mit Nachhaltigkeits­zertifikat seit 2012 um 61% auf insgesamt 37 erhöht.


Bei rund 1100 Lieferanten Nachhaltig­keits­bewertungen durchgeführt sowie Lieferanten­portfolio verbessert. Webbasiertes Visualisierungs­tool «360°-Ansicht» erfolgreich lanciert.


Eine neue Holzbau­produktions­halle eröffnet und entschieden, bei Eigen­entwicklungs­projekten nur noch Holz mit FSC-, PEFC- oder gleich­wertigem Label zu verwenden. Entscheid bei grösster Holz-Wohn­überbauung der Schweiz in Winterthur umgesetzt.


Projekterfolge in der Auftrags­gewinnung durch die Integration von Nachhaltigkeits­konzepten gefeiert.

Ziele bis 2020

  • Wir integrieren bei Grossprojekten konsequent ein Nachhaltigkeitskonzept in unser Angebot.
  • Wir setzen Eigenentwicklungsprojekte nach dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) um.
  • Wir verankern unsere Nachhaltigkeitsanforderungen konsequent bei unseren Lieferanten, Planern und Nachunternehmern.
  • Wir bauen unsere interne Expertise im Bereich des nachhaltigen Bauens aus und passen unsere Kernprozesse entsprechend an.

Nachhaltigkeitsstandards im Hochbau

Inzwischen gibt es im Hochbau eine Vielzahl von Standards zum nachhaltigen Bauen. Labels wie LEED, DGNB, SNBS oder Minergie stellen unterschiedliche Anforderungen und setzen spezifische Schwerpunkte. 2018 befanden sich bei Implenia Hochbau Schweiz und Deutschland rund 51 Grossprojekte mit Nachhaltigkeits­zertifikat in der Realisierung. Das sind rund 122 Prozent mehr als noch 2012. Insgesamt erwirtschaftete Implenia 2017 mit zertifizierten Hochbauprojekten 20.4% des gruppenweiten Umsatzes.

Implenia verfügt nicht bloss über eine beträchtliche Routine bei der Umsetzung, sondern unterstützte auch den Aufbau verschiedener Nachhaltigkeits­standards. So engagierte sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren bei der Entwicklung des «Standards Nachhaltiges Bauen Schweiz» (SNBS), der verschiedene Ansätze, etwa aus den Zertifikaten 2000-Watt-Gesellschaft und Minergie-ECO, integriert.

Im August 2017 lancierte das Netzwerk Nachhaltiges Bauen in der Schweiz die überarbeitete Version 2.0 des SNBS. Mit dem Standard ist neu auch ein Zertifizierungs­system verbunden. Parallel dazu entschied Implenia, das Stadtentwicklungsvorhaben Lokstadt in Winterthur (ZH) als Nachhaltigkeits-Leuchtturmprojekt und dazu als anspruchsvolles 2000-Watt-Areal umzusetzen.

Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

Stand: per Ende 2018

  • SMEO
  • 2000-Watt-Areale
  • SIA 2040
  • CS greenproperty
  • SNBS
  • DGNB
  • LEED
  • BREEAM
  • Minergie (nur mit P, A und ECO-Zusatz)

Projekt AndreasturmNachhaltiger Büro-Leuchtturm in Zürich

In Zürich-Oerlikon baut Implenia im Auftrag der SBB den Andreasturm. Das 21-geschossige Hochhaus dient als Pilotprojekt für die Umsetzung des internen ...

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One Planet Living

Mit der Methode One Planet Living (OPL®) ruft der WWF dazu auf, den ökologischen Fussabdruck zu verkleinern. Denn die Menschheit verbraucht jedes Jahr rund 60 Prozent mehr Ressourcen, als der Planet in derselben Zeit erneuern kann – zum Beispiel Nahrung, Wasser und Energie.*

Als material- und energieintensives Unternehmen übernimmt Implenia Verantwortung: Gemeinsam mit dem WWF entwickelten wir anhand der OPL-Richtlinien eine Methode, um neue Quartiere nachhaltig zu planen: Sie sieht vor, dass Standortgemeinde, Bauherrschaft und WWF ihre projektbezogenen Visionen in Einklang bringen und gemeinsam nach ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Lösungen suchen. Indem die drei Parteien von Anfang an eng zusammenarbeiten, können sie Investitionen effizient planen und Konflikte vermeiden – vom ersten Entwurf bis zur Beendigung des Vorhabens.

Seit 2017 steht die Methodik sämtlichen Akteuren der Raumplanung und des Immobiliensektors zur freien Verfügung. Das Sanu Learning Center schulte zudem 15 Fachleute, welche die Umsetzung kompetent begleiten können. Das Netzwerk der Schweizer Fachhochschulen unterstützte die Methode, indem mehrere Professoren die Prozesse validierten.

* Living Planet Report 2016

GeNaB® aktualisiert

Über besonders grosse Gestaltungsmöglichkeiten in Sachen Nachhaltigkeit verfügt Implenia bei eigenen Immobilienprojekten. Dazu gehören Bauvorhaben, die das Unternehmen selbst als Projektentwicklerin konzipiert, plant und oftmals auch umsetzt. Implenia kann dabei zu einem frühen Zeitpunkt über Standort, Architektur, Bau- und Energiekonzept bestimmen. Diese Faktoren wirken sich in allen nachfolgenden Phasen des Baus und insbesondere auch beim Betrieb entscheidend auf die Nachhaltigkeit aus.

Als Projektentwicklerin benutzt Implenia ein eigens entwickeltes Instrument zur Bewertung von Bauvorhaben: GeNaB®. Damit will das Unternehmen kohärent für eine nachhaltige Umsetzung der eigenen Projekte sorgen. Die Nachhaltigkeitsabteilung frischte das Bewertungstool in den letzten Jahren auf und erweiterte es. Insbesondere wurde das Tool dem Standard SNBS angeglichen. Die neue Version des GeNaB® befindet sich in der Pilotierungsphase und wird ab 2019 verbindlich eingeführt.

Holzbau auf dem Vormarsch

Abgesehen vom konzeptionellen Rüstzeug hat sich Implenia in den vergangenen Jahren auch beim Einsatz von nachhaltigen Techniken und Materialien ein profundes Know-how erarbeitet – insbesondere im Holzbau. Das natürliche Baumaterial gewinnt dank neuer Konstruktionsmöglichkeiten und dank seinem geringen Gehalt an grauer Energie wieder an Bedeutung. Holzbauten verursachen bei der Erstellung bis zu 30 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als konventionelle Massivbauten.

Um die wachsende Nachfrage zu bewältigen, erstellte Implenia eine neue Holzbau-Produktionsanlage in Rümlang (ZH). Die 2017 eröffnete Halle ermöglicht es, komplexere Projekte in höchster Qualität umzusetzen und erhöhte die Fertigungskapazität des Unternehmens um einen Drittel. Darüber hinaus trägt der Neubau auch zur Verminderung von Treibhaus­emissionen bei, indem eine mit Holzresten befeuerte Zentralheizung die Halle sowie den nebenan gelegenen Werkhof mit Wärme versorgt.

Dank wegweisenden Projekten wie der «schorenstadt» in Basel, Neugrüen in Mellingen (AG), dem Kaeng Krachan Elefantenhaus im Zoo Zürich oder dem Mehr­generationen­haus Giesserei in Winterthur zählt Implenia in der Schweiz zu den führenden Unternehmen im Segment Holzbau. In Winterthur realisiert das Unternehmen das derzeit grösste Holzbau-Wohnprojekt des Landes – die Überbauung sue&til mit mehr als 300 Wohnungen. Die dafür nötigen 250 000 Holzteile stammen allesamt aus der neuen Holzbauhalle.

Implenia verwendet in Eigenentwicklungs­projekten ausschliesslich Hölzer und Holzwerkstoffe mit FSC-, PEFC- oder einem gleichwertigem Label. Implenia Holzbau setzt zudem nach Möglichkeit auf Schweizer Holz. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen die Organisation FSC Schweiz bei der Umsetzung wichtiger Projekte. Mit einem finanziellen Beitrag hilft Implenia konkret bei der Verwirklichung des Schweizer Waldstandards sowie beim Aufbau eines Online-Tools zur besseren Vermarktung von zertifiziertem Holz in der Bauwirtschaft. In der Baubranche ist der FSC-Standard noch nicht so weit verbreitet, wie in der Papier- und Druckindustrie.

Implenia ModernisierungSanieren - aber wie?

Umfassend erneuern oder nur das Nötigste machen? Implenia hilft den Eigentümern von sanierungsbedürftigen Mehrfamilienhäusern, eine kluge Entscheidung zu ...

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Projekt LokstadtIn Winterthur entsteht ein nachhaltiges Quartier

Mitten in Winterthur entwickelt und realisiert Implenia einen neuen Stadtteil: die Lokstadt. Das erste 2000-Watt-Areal in Winterthur bietet dereinst 1500 ...

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Innovationen in der Baustofftechnik

Beton besteht zu einem grossen Teil aus Zement, dessen Herstellung sehr Energie- und CO2-intensiv ist. In den letzten Jahren entwickelte die Abteilung Baustofft­echnik von Implenia zwei nachhaltigere Beton­rezepturen: Die eine Rezeptur trägt den Namen «b.congreen». Im «b.congreen» ersetzt Flugasche aus Kraftwerken einen Teil des Zements. Damit sinkt der Zementanteil im Beton und es werden bis zu 50 Prozent Treibhausgase eingespart. Die Mischung eignet sich besonders für massige Bauteile wie beispielsweise Bodenplatten, Schlitzwände oder Bohrpfähle.

Beim zweiten Betonprodukt aus dem Implenia-Labor handelt es sich um den «C3 – Carbon Concrete Composite». Das Besondere am «C3» sind gebündelte Kohlenstoff­fasern, die anstelle von Stahl zur Bewehrung oder nachträglichen Verstärkung von Beton­bauteilen eingesetzt werden. Dies macht den «C3» leichter als konventionellen Stahlbeton, zugleich aber auch zugfester und korrosionsresistent. Carbon-Beton spart Ressourcen bei der Herstellung und ist einfacher zu transportieren. All dies wirkt sich positiv auf seine CO2-Bilanz aus.

Lieferantenmanagement neu ausgerichtet

GRI 102-9, 308-1, 308-2

Als Bau- und Baudienstleistungsunternehmen bezieht Implenia nebst Baumaterialien wie Zement, Stahl, Holz, Gips und Farben auch Baudienstleistungen wie Schreiner-, Spengler- oder Gärtnerarbeiten von Externen. Die Gruppe vergibt insgesamt rund sechzig Prozent ihres Umsatzes an Lieferanten und Subunternehmen.

Um in dieser ausgedehnten Wertschöpfungskette Risiken zu vermeiden, baut das Unternehmen seit 2014 ein systematisches Lieferantenmanagement auf. Als Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit durchliefen die Lieferanten und Subunternehmer einen Qualifizierungsprozess. Dabei legten sie auch ihre sozialen, ökologischen und ökonomischen Leistungen offen. Von den rund 6000 Subunternehmen und Lieferanten in der Schweiz bewertete Implenia bis Ende 2017 insgesamt 1132 Unternehmen, darunter jene mit dem grössten Umsatz.

Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

Stand: per Ende 2018

Teilnehmende des Sustainability Workshops regten Anfang 2017 eine Optimierung der Lieferantenqualifizierung an, damit Vergabeentscheide stärker auf die Nachhaltigkeits­bewertung abgestellt werden können. Gemäss diesem Antrag überarbeiteten die Beschaffungsstelle (Procurement) zusammen mit der Nachhaltigkeits­abteilung den Bewertungsprozess, basierend auf dem «Code of Conduct» der Implenia.

Neu müssen sämtliche Geschäftspartner klar definierte Mindestanforderungen in den Bereichen Umwelt, Arbeitsbedingungen, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit, Qualität und Einkauf sowie Finanzen erfüllen. Heute erreichen alle Rahmenvertragspartner, die zusammen 38 Prozent des Umsatzes ausmachen, diese Mindestanforderungen. Wenn Implenia feststellt, dass ein Unternehmen diese Minimalvorgaben nicht einhält, spricht sie die festgestellten Defizite an und vergibt keine neue Aufträge bis der Sachverhalt geklärt ist. 

Wenn ein Partner hingegen weitergehende Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllt, erhält er zusätzliche Punkte in einem eigenen Beurteilungssystem. So erzielt beispielsweise ein Lieferant, der Nachweise über die Herkunft und den Recyclinggehalt seiner Produkte vorlegen kann, eine bessere Bewertung. Damit können Partner mit zusätzlichem Nachhaltigkeitsengagement ihre Ausgangslage bei der Vergabe von Aufträgen verbessern.
 
Um die umfassenden Resultate übersichtlich darzustellen, benutzt Implenia ein webbasiertes Visualisierungstool. Die sogenannte «360°-Ansicht» stellt den Einkäufern und Projektleitern sämtliche Lieferantendaten jederzeit und überall zur Verfügung. Seit Mitte 2018 steht das neue Tool in der Schweiz im täglichen Einsatz. Derzeit erfolgt die Integration in den restlichen Heimmärkten.

Animation: Prozessbeschreibung unseres Lieferantenmanagement, 03:13

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Nachhaltige Produkte und
Dienstleistungen

Projekt AndreasturmNachhaltiger Büro-Leuchtturm in Zürich

In Zürich-Oerlikon baut Implenia im Auftrag der SBB den Andreasturm. Das 21-geschossige Hochhaus dient als Pilotprojekt für die Umsetzung des internen Umweltkonzepts für Baustellen und ist nach dem höchsten deutschen Nachhaltigkeitsstandard «DGNB Platin» zertifiziert.

Seit Vollendung des Rohbaus Anfang 2018 bildet der Andreasturm beim Bahnhof Oerlikon ein neues Tor zur Geschäftswelt in Zürichs Norden. Die markante Stahl-Aluminium-Glaskonstruktion beherbergt rund 20’000 Quadratmeter Bürofläche sowie vielfältigen Raum für Verkauf und Gastronomie – alles mit direkter Anbindung ans Perron.

Nicht nur mit seinen Ausmassen, sondern auch in Bezug auf die Nachhaltigkeit stellt der 80 Meter hohe Bau ein veritables Leuchtturmprojekt dar: Es ist das erste Hochhaus in der Schweiz, welches das Label «DGNB Platin» trägt. Der Standard aus Deutschland wurde von der Schweizer Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft den hiesigen Verhältnissen angepasst und stellt höchste Anforderungen an Bauprojekte.

Als umfassendes Gebäudelabel beurteilt DGNB die Gesamtperformance eines Neubaus anhand von rund 40 Kriterien in den Bereichen Ökologie, Wirtschaftlichkeit, Standort sowie soziokulturelle und technische Qualität. Besonders herausfordernd ist, dass die geplanten Zielwerte beim Betrieb des Baus einer Nachmessung standhalten müssen, damit das Label endgültig vergeben wird.

Um den DGNB-Standard zu erfüllen, hat Implenia Anfang 2016 ein neues Umweltkonzept entwickelt. Es wird auf dieser Baustelle als Pilotprojekt erstmals eingesetzt, wobei sich ein Bauleiter eigens um dessen Anwendung kümmert. Das Konzept umfasst die Module Abfall, Wasser, Lärm, Boden und Luft und gibt den Verantwortlichen ein Arbeitshilfsmittel in die Hand, um den Normen und Standards in diesen Bereichen nachzukommen. Das Handbuch beschreibt, wie Umweltmassnahmen konkret umgesetzt werden, und enthält Hilfsmittel wie Berechnungstabellen, Checklisten sowie Schulungsunterlagen für Mitarbeitende.

Nachhaltige Produkte und
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Implenia ModernisierungSanieren - aber wie?

Umfassend erneuern oder nur das Nötigste machen? Implenia hilft den Eigentümern von sanierungsbedürftigen Mehrfamilienhäusern, eine kluge Entscheidung zu treffen.

In der Schweiz sind rund eine Million grosse Wohngebäude mehr als 30 Jahre alt. Jedes verbraucht ein Mehrfaches der Heizenergie eines vergleichbaren Neubaus. Daher unterstützen Bund und Kantone derzeit energetische Sanierungen von Bestandesbauten mit substanziellen Beiträgen.

Nicht wenige Eigentümerinnen und -eigentümer eines Mehrfamilienhauses stehen also vor der Frage, auf welche Weise sie investieren sollen: Soll nur das Nötigste erneuert und der Mietzins belassen werden? Lohnt sich dank der Fördermittel auch eine aufwändige Sanierung? Oder ist vielleicht der Mittelweg der beste?

Als Dienstleisterin für Modernisierungen möchte Implenia ihre Kundinnen und Kunden optimal beraten und hat die Frage gemeinsam mit Spezialisten der Hochschule Luzern genauer untersucht. Fazit: Bei der Bestandeserneuerung sind Kompromisse selten sinnvoll. Die Untersuchung von mehreren Tausend Gebäudesanierungen im Sommer 2018 zeigte nämlich, dass Vermieter vergleichsweise viel Geld investierten, ohne dabei eine angemessene Rendite zu erzielen. 

Hausbesitzende sollten deshalb entweder die Minimal- oder die Maximalvariante in Betracht ziehen. Welche der beiden Optionen sich besser rechnet, hägt von den lokalen Marktbedingungen ab. Ausserhalb von Grossstädten herrscht heute meist ein Überangebot an Wohnungen. Einfache energetische Sanierungen bieten dort die Möglichkeit, Wohnungen zu wettbewerbsfähigen Mieten anzubieten und gleichzeitig die Nebenkosten zu senken. 

Wo hingegen wie in urbanen Zentren qualitativ hochwertige Wohnungen gefragt sind, lohnen sich für die Bauherrschaft auch umfangreiche Modernisierungen. Zur Wirtschaftlichkeit tragen höhere Mieterträge bei, aber auch Fördermittel sowie langfristig verminderte Kosten für die Instandhaltung. Generell gilt: Je älter die Liegenschaft, desto lohnenswerter können bauliche Massnahmen zur Energieeffizienzsteigerung sein. 

Nachhaltige Produkte und
Dienstleistungen

Projekt LokstadtIn Winterthur entsteht ein nachhaltiges Quartier

Mitten in Winterthur entwickelt und realisiert Implenia einen neuen Stadtteil: die Lokstadt. Das erste 2000-Watt-Areal in Winterthur bietet dereinst 1500 Menschen ein vielfältiges Zuhause.

Mit der Lokstadt soll in den kommenden rund zehn Jahren die Umnutzung der ausgedehnten Industrieareale in Winterthurs Stadtmitte abgeschlossen werden. Implenia erhielt den Auftrag, das historische und industrielle Erbe, darunter viele denkmalgeschützte Hallen und Fassaden, zu bewahren und etappenweise weiterzuentwickeln. Planung und Gestaltung erfolgen dabei in einem engen Dialog mit der Stadt Winterthur.

Im September 2017 tauften Implenia und die Behörden den früher als «Werk 1» bekannten Stadtteil feierlich auf den Namen Lokstadt und lancierten die Umgestaltungsarbeiten. Der Name kommt nicht von ungefähr: Wo das neue Viertel entsteht, befanden sich einst die Werkshallen der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM). Hier stand die bedeutendste Lokschmiede des Landes. Manche Modelle, wie etwa «Elefant» oder «Krokodil», schrieben Eisenbahngeschichte.

Die Lokstadt erstreckt sich über eine Grundfläche von rund 60'000 Quadratmeter – so viel wie etwa acht Fussballfelder. Ein Drittel davon ist öffentlicher Grund. Das neue Viertel soll zu einem integralen Teil des Stadtlebens werden – ein modernes Pendant zur lebendigen Altstadt. Implenia orientierte sich denn auch bei der Planung an Qualitäten, die das Stadtleben kennzeichnen: Nutzungsvielfalt, Wohnqualität, Durchmischung und sorgfältiger Umgang mit Ressourcen.

Die Lokstadt ermöglicht auch ihren zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern einen nachhaltigen Lebensstil, denn es wird das erste 2000-Watt-Areal der Stadt Winterthur. Die wichtigsten Merkmale dieses Pilotprojekts sind eine ressourceneffiziente Bauweise, Beheizung durch Fernwärme, Grünflächen mit hoher biologischer Vielfalt sowie ein reduzierter Autoanteil.

Insgesamt entstehen über 750 Wohnungen. Verschiedene Plätze sorgen für genügend Erholungs- und Begegnungsraum. Eine gute Verteilung von Wohn-, Arbeits- und Freiraum sowie ein vielfältiges Nebeneinander von Gastronomie und Kulturangeboten schaffen Lebens- und Aufenthaltsqualität.

Als erstes Gebäude der Lokstadt errichtet Implenia derzeit das Gebäude «Krokodil». Es umfasst vier verschiedene Wohnformen unter einem Dach und wird grösstenteils aus Holz gebaut. Im grossen Innenhof entsteht eine grüne Oase. Die Wohnungen können 2021 bezogen werden.

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